Musikindustrie
EMI und Apple tragen DRM zu Grabe
02.04.2007
Heute Mittag gaben EMI-Chef Eric Nicoli und
Apple CEO Steve Jobs bekannt, dass sie zukünftig
das Angebot der EMI im iTunes Store ohne DRM anbieten wollen. Das
ganze scheint das Ergebnis der "Thoughts on Music" von Steve
Jobs im Februar 2007 zu sein und läutet damit
eine interessante Ära in der Vertriebsgeschichte
von Musik übers Internet ein. In seinem
öffentlichen Brief erklärte Jobs, dass er Apple
eher als Opfer der EMI, Universal, BMG Sony und
Warner Music denn als Täter sehe. (Die Tränen
konnte er sich aber sicherlich gerade noch
verkneifen) Ein eigentlich durchweg erkennbarer Kurs der großen
Labels war es bisher, sich gegen den Vertrieb
von MP3s oder ähnlichen Formaten zu wehren. Die
CD war doch so schön! Das kann man aber nunmal
längst nicht mehr vertreten, also musste man den
Käufer wenigsten an der kurzen Leine halten.
Digital Rights Management, abgekürzt DRM, ist
das Ergebnis dieser Überlegung mit dem Nachteil
dass erhebliche Kompatibilitätsprobleme zwischen
verschiedenen DRM Standards und MP3 Playern wie
beispielsweise dem iPod entstanden und noch
bestehen. Dem Käufer wurde also noch mehr die
Entscheidung, ob es nicht viel bequemer und
teilweise sogar leichter wäre Musik auf
illegalem Wege zu bekommen, auch noch
erleichtert. Solche Dinge brauchen aber ihre
Zeit, bis sie bei Plattenlabels in der Chefetage
ankommen. Jetzt half Steve Jobs sicherlich
kräftig nach, nicht zuletzt wegen der
Rechteprobleme in Europa sondern auch wegen der
stetig wachsenden Konkurrenz der peer-to-peer
Netzwerke.
Allerdings kann es so einfach ja nicht sein. Erst im letzten Jahr wurde Apple noch unter Druck gesetzt, man solle die Musik im iTunes Store doch teurer verkaufen. Oder wenigstens mit gestaffelten Preisen! Und jetzt einfach den Kopierschutz zu Grabe tragen? Natürlich nicht. Es muss mehr kosten, nämlich ungefähr soviel wie damals als die Preiserhöhung von den Plattenlabels gefordert wurde. 1,29 € für Musik ohne DRM und 0,99 € weiterhin für kopiergeschütze Musik. Immer langsam. Zum Glück hat ihnen noch jemand geraten, dass es wenigstens so aussehen sollte, als zahle der Kunde mehr Geld für einen tatsächlichen Mehrwert und nicht dafür, dass er seine Musik auch überall abspielen darf, was sich eigentlich von selbst versteht. Das ist natürlich frei von mir daher spekuliert, aber so einfach wird es vermutlich gewesen sein. Die teurere DRM-freie Musik wird mit 256 kbps angeboten und ist damit qualitativ deutlich höherwertiger als bisherige 128 kbps Versionen. Uns freut das auch, da 128 kbps bei vielen Musikstücken bereits kriminell grenzwertig klingen.
Sebastian von Overheidt
Allerdings kann es so einfach ja nicht sein. Erst im letzten Jahr wurde Apple noch unter Druck gesetzt, man solle die Musik im iTunes Store doch teurer verkaufen. Oder wenigstens mit gestaffelten Preisen! Und jetzt einfach den Kopierschutz zu Grabe tragen? Natürlich nicht. Es muss mehr kosten, nämlich ungefähr soviel wie damals als die Preiserhöhung von den Plattenlabels gefordert wurde. 1,29 € für Musik ohne DRM und 0,99 € weiterhin für kopiergeschütze Musik. Immer langsam. Zum Glück hat ihnen noch jemand geraten, dass es wenigstens so aussehen sollte, als zahle der Kunde mehr Geld für einen tatsächlichen Mehrwert und nicht dafür, dass er seine Musik auch überall abspielen darf, was sich eigentlich von selbst versteht. Das ist natürlich frei von mir daher spekuliert, aber so einfach wird es vermutlich gewesen sein. Die teurere DRM-freie Musik wird mit 256 kbps angeboten und ist damit qualitativ deutlich höherwertiger als bisherige 128 kbps Versionen. Uns freut das auch, da 128 kbps bei vielen Musikstücken bereits kriminell grenzwertig klingen.
Sebastian von Overheidt
|
GEMA - Musik auf der eigenen Webseite
28.10.2006
GEMA - Mitglieder sind ab jetzt von Abgaben an die
selbige befreit, wenn sie ihre Musik auf ihrer
eigenen Website präsentieren. Es genügt die
Registrierung über den GEMA-Lizenzshop. “Warum
erst jetzt” könnte man sich fragen; aber besser
spät als gar nicht. Wenn ein GEMA Mitglied sich als
Autor präsentiert, hat das auch für die GEMA positive
Auswirkungen, denn das kann die Einnahmen des Autoren
erhöhen und somit auch die GEMA Umsätze. Insofern ist
der Gedanke interessant und gibt einen Einblick auf
die Einschätzung der Entwicklung des Webs
hinsichtlich der ökonomischen Möglichkeiten von
Seiten der GEMA.
Die Bedingungen:
Mitgliedschaft bei der GEMA
Das Angebot (Streamingverfahren) muss kostenlos sein!
Anmeldung vor Einstellung
Anspruchsfreistellung sämtlicher Mitinhaber von Rechten.
Keine Links zu kommerziellen Websites
Die eigene Website erzeugt keine Einnahmen
Weitere Informationen unter:
www.gema.de/eigenpraesentationen
Eduard von Overheidt
Die Bedingungen:
Mitgliedschaft bei der GEMA
Das Angebot (Streamingverfahren) muss kostenlos sein!
Anmeldung vor Einstellung
Anspruchsfreistellung sämtlicher Mitinhaber von Rechten.
Keine Links zu kommerziellen Websites
Die eigene Website erzeugt keine Einnahmen
Weitere Informationen unter:
www.gema.de/eigenpraesentationen
Eduard von Overheidt